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Die St. Maximilian-Kolbe-Kirche in Oświęcim (Auschwitz) hat eine turbulente Geschichte.
Bereits 1958 an einem Ort, wo das neue Gotteshaus entstehen sollte, wurde ein Kreuz gesetzt.
Bei ihm hat man mehrere Jahre lang gebetet, um die Genehmigung für den Bau einer neuen Kirche zu erhalten. Diese Initiative wurde von dem damaligen Erzbischof von Kraków (Krakau) Kardinal Karol Wojtyła und seinem Nachfolger Kardinal Franciszek Macharski unterstützt.
Das Kreuz war auch Zeuge der Bauarbeiten an der Kirche, die von 1980 bis 1988 dauerten. Bei dem Kreuz versammelten sich die Pfarrgemeindemitglieder zum Gebet, indem sie Gott für den Segen bei der geleisteten Arbeit und den Menschen für ihren Beitrag und ihre Unterstützung bei der Errichtung des neuen Gotteshauses dankten.

Der Entwurf des Kirchenbaus haben Andrzej Bilski und seine Frau Elżbieta vorbereitet. Die gesamte Struktur, ihre Komponenten und Design sind eine bedeutungsvolle Erinnerung – ein Denkmal an das Mӓrtyrium der Hӓftlinge vieler Nationen des KL Auschwitz-Birkenau.
Die gesamte Flӓche der Kirche samt Kapellen und Chor betrӓgt 1700 Quadratmeter.
Der Hauptaltar wurde aus schwarzem Marmor gebaut. Seine Form bezieht sich auf das KL-Dreieck. Im Chor an der linken Wand der Kirche befindet sich ein groβes Triptychon von Friedrich Pautsch (1877-1950) – „Die Kreuzigung“. Auf der rechten Seite sehen wir das 1998 gemalte Triptychon von Piotr Moskala aus Kraków (Krakau), das der Gefangenschaft von Maximilian Kolbe im Lager Auschwitz gewidmet ist. Am Triptychon wurden eine Urne mit der Asche und eine Tafel mit den Namen der Herkunftslӓnder der Gefangenen eingemauert.
Die in Bronze gegossene Eingangstür der Kirche zeigt die Szenen aus dem ehemaligen Lager Auschwitz-Birkenau und der Kreuzweg von Hӓftlingen. Sie zeigen die Grausamkeit des Lagers, Behӓlter mit Zyklon B, eine groβe Dornenkrone, die der in den Himmel steigende St. Maximilian durchreiβt. Es gibt auch die Weihnachtszene, wo Jesus von den Gefangenen begrüβt wird. Es wird auch das Schicksal der kleinen Lagerkinder und die Geschichte der Karmeliterin (Karmelitenschwester) – Edith Stein, ihre Taufe unter dem Kreuz Christi und ihr Tod in der Gaskammer dargestellt.

Die vordere Fassade der Kirche bildet eine groβe Glasmalerei. Die Hauptszene stellt den auferstandenen Jesus-Christus umgeben von St. Maximilian und der heiligen Teresa Benedicta vom Kreuz (Edith Stein).
Die Kirche wurde im sechsten Jahrestag der Heiligsprechung von Maximilian Kolbe, am 9. Oktober 1988 von dem Kardinal Franciszek Macharski feierlich geweiht.
Vor der Kirche steht eine Statue von St. Maximilian. Sie wurde 1998 gestiftet und am 11. Oktober 1998 von dem Bischof Jan Szkodoń aus Kraków eingeweiht.
Die Kirche wurde dank Spenden der Oświęcimer Bewohner und der sehr groβzügigen Unterstützung der Wohltӓter aus Bayern erbaut. Unter ihnen ist ein besonders groβer Beitrag zu erwӓhnen von dem Prӓlat J. Ritter, gestorben 1992, der zusammen mit den Schwestern der Kongregation de Notre Dame und den Glӓubigen der Pfarrei Auerbach unermüdlich den Bau unseres Gotteshauses unterstützte.
Die Franziskanerinnen aus Vierzehnheiligen haben bei der Stiftung der Glasfenster geholfen.

Nach der Baubeendigung der Kirche wurde das Kreuz, bei dem die Glӓubigen und ihre Seelsorger gebetet haben, in die Auβenwand der Kirche eingemauert, als stummer Zeuge der Ereignisse, die mit der Errichtung dieses Gotteshauses verbunden waren.

Es sollten auch das groβe Engagement der Pfarrer für die Baugenehmigung und ihre Bemühungen im Laufe der Investition betont werden: des Pfarrers Kazimierz Górny (heute Diӧzese-Bischof von Rzeszów) und des Priesters Stanisław Górny. Dank ihrem Engagement und der guten Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde konnte eine neue Kirche in Oświęcim entstehen.
Die Pfarrei hat auch wertvolle Erinnerungsstücke aus dem Leben des hl. Maximilian:
- den Rosenkranz, den Maximilian Kolbe im KL Auschwitz dem Hӓftling Wilhelm Żelazny mit der Lagernummer 1126 übergeben hat;
- den Lagerbecher, des sich die Priester- Hӓftlinge im Block 14 bedienten
- das Lager-Messbuch, in Form einer geheimen Notiz mit dem Text der Heiligen Messe „De profundis“, das von den Priestern bei der Lesung der Messe im Lager benutzt wurde
- das Kreuz der Versӧhnung, das im Jahre 1980 die Vertreter des Deutschen Episkopats in die Zelle des hl. Maximilian Kolbe gebracht haben. An dieser Wallfahrt hat auch der Kardinal Joseph Ratzinger, der spӓtere Papst Benedikt XVI teilgenommen.
Die wichtigsten Feier des Schutzpatrons unserer Kirche finden am 14. August (Fest des heiligen Maximilian, des Patrons der Diӧzese von Bielsko-Żywiec) und am ersten Sonntag im Oktober (Jahrestag der Heiligsprechung des Paters Maximilian Kolbe) statt.
Przełożyła Regina Luranc, Świecka Salwatorianka









































